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Welche Banken bieten kostenlose Unterkonten an?

Der nächste Urlaub, die Bafög-Rückzahlung, die anstehende Hochzeit. Obwohl deine finanziellen Träume und Ziele schon recht konkret sind, gelingt es dir trotzdem nicht regelmäßig Geld für deine Pläne beiseite zu legen? Eine intelligente Unterkonten-Strategie hilft dir, deine Vorsätze in kurzer Zeit in die Tat umzusetzen!


Was sind Unterkonten?

Ein Unterkonto ist ein Konto, welches Teil eines übergeordneten Girokontos ist. Du kannst, ohne ein weiteres Girokonto eröffnen zu müssen, dein Geld in mehrere Bereiche splitten. So kannst du deine Finanzen klarer voneinander trennen. Der Vorteil dabei ist, dass du deine gesamten Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines Bankkontos und eines LogIn Bereichs verwaltest. Außerdem musst du dich beim Eröffnen eines Unterkontos auch nicht erneut identifizieren und dein SCHUFA-Score wird nicht negativ beeinflusst. Unterkonten bieten dir also die Möglichkeit von größtmöglicher Flexibilität bei kleinstmöglichem Aufwand.

Welche Banken bieten Unterkonten an?

In Deutschland bieten nur recht wenige Anbieter kostenlose Unterkonten an. Einige Banken wie die ING-Diba bieten zwar die Möglichkeit ein weiteres Konto in Form eines Tagesgeldkotos anzulegen, allerdings ist der Clou einer intelligenten Unterkonten-Strategie mehrere Konten anlegen zu können, um so die verschiedensten Ziele und Träume besparen zu können.

Top-Anbieter für gebührenfreie Unterkonten sind:


Norisbank

Die norisbank wurde 1965 gegründet und ist seit 2006 ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank. Bei der norisbank erhältst du neben einem kostenfreien Girokonto auch die Möglichkeit unendlich viele Unterkonten zu eröffnen. Zusätzlicher Bonus: Mit der Girokarte kannst du an allen Geldautomaten der Cash Group (u.a. Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank) kostenlos Geld abheben.


N26

Die hippe und designstarke Direktbank wurde erst 2013 gegründet. Seitdem hat sie einen raketenhaften Aufstieg hingelegt und war 2019 das wertvollste deutsche Finanz-Start-Up.

Bei der N26 heißen die Unterkonten Spaces. Mit ihrem modernen und minimalistischen Design passen sie ästhetisch perfekt in das Gesamtkonzept von N26. Wie bei der norisbank gibt es auch hier ein kostenloses Girokonto. Du kannst dann zwei Spaces gebührenfrei einrichten. Damit dir unendlich viele Spaces zur Verfügung stehen, musst du allerdings auf das Premiumpaket der N26 upgraden. Das kostet dann direkt stolze 9,90€ pro Monat. Allerdings sind dann auch weitere Services und Boni im Paketpreis enthalten, wie beispielsweise eine Reiseversicherung, Gepäckversicherung und exklusive Rabatte bei GetYourGuide und Babbel.


BUNQ

Die niederländische Direktbank ist sogar noch etwas jünger als die N26. Ihre Bankenlizenz erhielt Bunq nämlich erst 2015. Bei Bunq kannst du 25 Unterkonten anlegen. Allerdings ist Bunq nicht kostenlos. Das preiswerteste Kontenmodell kostet 7,90€. Die teuerste Variante kostet 9,90€. Dafür hast du hier auch die Möglichkeit die Unterkonten gemeinsam mit mehreren Leuten zu verwalten.


Tomorrow

Seit Anfang 2019 ist die Öko-Direktbank Tomorrow auf dem deutschen Markt aktiv. Ähnlich wie N26 ist auch Tomorrow stark auf die mobile Nutzung optimiert. Die Besonderheit bei Tomorrow ist jedoch ihr klimaschonender Ansatz: von jeder getätigten Kartenzahlung investiert Tomorrow 0,13% in Klimaschutz-Projekte. Das Basis-Konto ist bei der Öko-Bank kostenlos und die Unterkonten heißen hier Pockets. In der Basisvariante sind 2 Pockets inklusive, in der 15 Euro teuren Premiumvariante sind unendlich viele Unterkonten enthalten.


Revolut

Revolut ist ein junges Finanz-Startup aus Großbritannien. Seine Bankenlizenz erhielt es 2019 und ist seitdem auf dem europäischen Markt verfügbar. In sogenannten Vaults kannst du deine Sparziele anlegen und verwalten. Außerdem hilft dir Revolut deine Sparziele auch wirklich zu erreichen, zum Beispiel mit dem Feature „Aufrunden“. Hier kannst du einstellen, dass jeder Einkauf, den du mit deinem Revolut-Konto tätigst, aufgerundet wird. Der Differenzbetrag wird dann automatisch auf eines deiner Vaults überwiesen. Du kannst sogar einstellen, dass der aufgerundete Betrag immer verdoppelt oder verzehnfacht werden soll.


Vivid Money

Erst vor kurzem gestartet ist die Smartphonebank Vivid Money. Das Berliner Startup ist seit Juni 2020 am deutschen Markt aktiv. So wie die meisten FinTechs hat auch Vivid Money zum Beginn seiner Karriere noch keine eigene Banklizenz, sondern kooperiert momentan mit VISA und Solarisbank. Vivid Money bietet im kostenlosen Standard-Tarif die Möglchkeit 15 Unterkonten (Pockets) zu erstellen.


DKB-Cash: Das kostenfreie Internet-Konto mit Kreditkarte

Die oben genannten Banken sind dir alle zu modern? Eigentlich suchst du nach einer etablierten Bank, die mehrere Unterkonten anbietet? Das ist in Deutschland leider etwas schwer. Ich habe für meine persönlichen Finanzen daher einen kleinen Trick entwickelt, der mir zumindest 3 kostenlose Unterkonten bei einer Bank ermöglicht, bei der ich ohnehin schon seit Jahren Kunde bin: der DKB.

Ich habe meine Kreditkarte vor ewigen Jahren bei der DKB abgeschlossen. Sie bietet mir maximale Flexibilität bei minimalen Kosten (null Euro). Standartmäßig wird mit der Beantragung einer Kreditkarte bei der DKB auch ein Girokonto eröffnet. Du erhältst also automatisch 2 Konten (Girokonto und Kreditkartenkonto). Zusätzlich kannst du bei der DKB kostenlos ein Tagesgeldkonto eröffnen. Das heißt du hast völlig kostenlos drei Konten bei derselben Bank.

  • Ich persönlich nutze meine Kreditkarte eigentlich nur auf Reisen. Also verwende ich mein Kreditkartenkonto als Unterkonto für meine Urlaube.
  • Das Tagesgeldkonto nutze ich als Unterkonto für meinen Notgroschen.
  • Und das Girokonto der DKB nutze ich als Unterkonto für meine monatlichen Sparraten. Hier landet alles, was ich nicht für die laufenden Kosten benötige. Ich habe momentan kein spezielles Ziel, worauf ich hin spare – aber auf diese Art kann ich mir jederzeit problemlos ein neues Smartphone, Fahrrad oder Sofa leisten.
DKB-Cash: Das kostenlose Internet-Konto

Lange Zeit bot auch die Sparkasse KölnBonn ein Unterkontenmodell an, bekannt unter dem Namen Manni Konto. Ab dem 31.03.2020 wird dies allerdings leider abgeschaltet. Schade! Das ist ein Schritt in die absolut falsche Richtung.

Photo by Tim Evans on Unsplash

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