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Kein Stress beim Teilen der Reisekosten mit diesen 5 fantastischen Reisekosten Apps

Beim Geld endet die Freundschaft. Das mussten viele Menschen schon schmerzhaft am eigenen Leibe erfahren. Gerade im Urlaub sorgt das Auseinanderklamüsern der Kosten oft für Stress und schlechte Stimmung. Denn die Kosten gerecht zu teilen ist oft schwierig.


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Besonders im Ausland ist es unüblich seine Restaurantrechnung getrennt zu zahlen. Also übernimmt einer die gesamte Zeche und legt noch etwas Trinkgeld oben drauf. Und schon stellt sich die Frage: wer schuldet jetzt wem wie viel? Und bevor man den Taschenrechner rausgeholt hat, wirft einer der Beteiligten noch ein, dass er ja neulich auch schon den Kaffee an der Raststätte gezahlt hat und ob man das nicht gleich auch verrechnen könne…

Damit solche Situationen nicht im Streit enden, gibt es glücklicherweise seit einigen Jahren Apps, die das Kosten teilen erleichtern. Mit diesen sogenannten Bill-Splitting Apps werden alle Kosten der gemeinsamen Reise erfasst, aufgeteilt und am Ende kann man bequem und ohne Hin- und Her-Berechnung seine Schulden ausgleichen.

Da ich selbst selten allein reise, habe ich schon viele Kosten teilen Apps ausprobiert und kennengelernt. Hier stelle ich euch fünf Apps für das Ausgabenmanagement vor, die sich bewährt haben.


Splitwise

Splitwise, Inc.

Splitwise ist schon seit 2011 am Markt und mit über 5 Millionen Downloads der Platzhirsch unter den Reisekosten-Apps. Grund für ihre Popularität ist der gute Leistungsumfang, den es bei Splitwise auch in der Basisversion völlig kostenfrei gibt. Man kann unendlich viele Gemeinschaftskassen erstellen, die das Aufteilen von Rechnungen fair und einfach machen.

Das Handling der Reisekosten-App ist sehr einfach: nach dem initialen Einrichten gibt es auf dem Startbildschirm genau einen Button, den man drücken kann. Über das PLUS erstellt man eine neue Gruppe. Hier fügt man einen Namen und die Gruppenteilnehmer problemlos hinzu.

Innerhalb der Gruppen gibt es dann wiederum nur einen einzigen Button – wiederum ein PLUS. Hiermit erstellt man schnell und einfach eine neue Ausgabe. Ausgaben kannst du bei Splitwise in eine Kategorie einteilen, die immer mit einem hübschen Icon versehen ist. Zusätzlich kannst du deiner Ausgabe einen Namen geben, eintragen welcher Gruppenteilnehmer gezahlt hat und wie die Kosten zwischen den Menschen der Gruppe aufgeteilt werden sollen. Besonders erwähnenswert ist außerdem, dass du wiederkehrende Ausgaben erstellen kannst. Damit lassen sich zum Beispiel die monatlichen Mietzahlungen in der WG einfach verwalten.

Das Begleichen der Schulden am Ende der gemeinschaftlichen Reise geht ebenso intuitiv. Drücke auf dem Startbildschirm einfach auf SCHULDEN BEGLEICHEN und schon spukt dir Splitwise aus wer wem wie viel Geld überweisen muss, damit eure Kosten fair aufgeteilt sind. ,

Bei allen positiven Aspekten hat Splitwise meiner Meinung nach einen Nachteil: Alle Leute, die an der Kostenverwaltung teilnehmen wollen, müssen sich die App Splitwise herunter laden. Es ist nicht möglich Teilnehmer lokal zu erstellen. Zusätzlich muss man sich bei dieser Reisekosten-App registrieren und seine Email-Adresse hinterlegen.

Einige coole Features sind außerdem nur in der Premium-Variante enthalten. Wer gerne Graphiken und Diagramme als Auswertung haben möchte, der muss zahlen. Zusätzlich gibt es in der kostenpflichtigen Variante die Möglichkeit Fotos zu machen (zum Beispiel von Kassenzetteln) und nach bestimmten Ausgaben zu suchen. Die Pro-Version kostet momentan 29,99€ pro Jahr. Eine Lebenszeit-Lizenz gibt es nicht.


Cashinator

Daniel Mikus

Eine der besten Alternativen für Splitwise ist die App Cashinator. Anders als bei Splitwise kann man hier auch Teilnehmer lokal einer Gruppe hinzufügen. Niemand ist gezwungen sich die App herunter zu laden.

Ein weiterer Unterschied zu Splitwise ist, dass die Reisekosten-App Cashinator ihren Schwerpunkt auf gutes Design und visuell ansprechende Auswertungsmöglichkeiten legt. Während Splitwise zwar funktional, aber nicht sexy ist, besticht Cashinator durch liebevolles Design und hervorragende User Experience. Die hübschen Auswertungen in Diagrammform gibt es hier nicht erst in der kostenpflichtigen Variante, sondern sie werden standartmäßig mitgeliefert. Mit nur einem Klick kann man die Kosten auf verschiedenste Arten betrachten: Welcher Teilnehmer zahlt am häufigsten? An welchen Tagen sind die höchsten Kosten entstanden? Welche Kategorien strapazieren das Reisebudget? Außerdem cool: Die finale Abrechnung der Schulden gibt es sowohl visuell als auch in Textform: So ist für jeden Gruppenteilnehmer ganz klar, wie sich die Kosten zusammensetzen.

Darüber hinaus gefällt mir bei Cashinator sehr gut, dass man als User beim Erstellen einer Ausgabe durch mehrere Abfragen geführt wird, die man beantworten muss, sodass man beim Eintragen keine Info vergisst. Dieser Prozess ist in vier Stufen eingeteilt. Wie viel wurde gezahlt? Wer hat bezahlt? Für wen wurde gezahlt? Für was wurde bezahlt? Cashinator nimmt den User hier perfekt an die Hand.

So sehr ich Cashinator auch liebe, die digitale Reisekasse hat einen Nachteil: man kann nur eine Gruppe kostenlos erstellen. Ab der zweiten Gruppe kostet es Geld: 1,19€ für eine weitere Reise, drei Reisen für 2,29€ und 3,49€ für unlimitierte Anzahl an Reisen. Meiner Meinung nach sind 3,50€ für eine gut durchdachte App ein sehr fairer Preis. Zumal ich kein Fan von Abo-Modellen bin. Die Variante einmalig zu zahlen und den Service mein Leben lang nutzen zu können, ist mir wesentlich sympathischer.  


Travelspend

TravelSpend

Das Besondere an der Billsplitting-App Travelspend ist, dass man im Gegensatz zu den anderen Reisekosten-Apps ein Reisebudget und einen Reisezeitraum festlegen kann. Sobald man ein Budget für die Reise eingestellt hat, wird im Menüpinkt STATISTIKEN angezeigt wie viel Geld man pro Tag theoretisch ausgeben kann, wie viel Geld bisher im Durchschnitt pro Tag ausgegeben wurde und wie viel Geld vom Budget noch übrig ist. Plant ihr zum Beispiel eine 7-tägige Reise und wollt nicht mehr als 500€ ausgeben, dann seht ihr bei Travelspend, dass ihr jeden Tag 71,43€ ausgeben könnt. Habt ihr bereits 100€ ausgegeben, dann seht ihr, dass ihr noch einen Überschuss von 400€ für die restliche Reise zur Verfügung habt.

Eine neue Ausgabe einzutragen geht bei Travelspend sehr einfach. Sobald ihr auf dem Startbildschirm auf das PLUS drückt, öffnet sich ein Screen, der die gängigsten Kategorien inklusive hübscher Icons anzeigt. Sobald ihr euch für eine Kategorie entschieden habt, könnt ihr den Zahlungsbetrag, eine Notiz, das Zahlungsdatum, die Kostenverteilung und sogar das Zahlungsmittel angeben.

Allerdings hat diese Reisekosten-App einen ganz entscheidenden Schwachpunkt: Man kann in der kostenlosen Basisvariante nicht sehen wer wem wie viel Geld schuldet. Damit ist die kostenlose Variante dieser App praktisch unbrauchbar. Es geht bei Reisekosten-Apps ja darum, dass man seine Gruppenausgaben abwickeln möchte. Diese zentrale Funktion ist bei Travelspend kostenpflichtig! Die Premium-Variante kostet stolze 17,99€ pro Jahr, oder 34,99€ für eine Lebenszeit-Lizenz.


Splid

Nicolas Jersch

Ich würde Splid als die minimalistischste Reisekosten-App bezeichnen, die es im Store gibt. Sie ist so ein bisschen das Gegenteil von Travelspend, denn Splid beschränkt sich auf die Kernfunktion einer Bill-Splitting App: Sie zeigt dir an, wer wie viel Geld ausgegeben hat und wer wem noch wie viel Geld schuldet. Auf jeden Schnickschnack der von der Frage: „Was muss ich bezahlen?“ ablenkt wird verzichtet. Keine stylishen Icons, kein Budgettracker, keine Werbung, keine Diagramme… nur eine simple, klare Oberfläche, auf der man Ausgaben eintragen kann und eine Übersichtsseite, die zeigt, wer wieviel zu den Gesamtkosten beigesteuert hat. Plakativ darunter platziert ist der ABRECHNEN Button. Man kann die Gesamtausgaben als PDF exportieren und zusätzlich erhält man ein Sheet, dass in einer Tabelle darstellt wer wem wie viel Geld schuldet.

Für alle, die puristisches Design mögen und die eine digitale Reisekasse suchen, die sich auf das Wesentliche beschränkt, ist Splid eine sehr gute Wahl.

In der kostenlosen Basisvariante kann man zwei Gruppen erstellen. Die Premiumvariante kostet 2,99€ wofür man unendlich viele Gemeinschaftskassen erstellen kann und seine Kosten zusätzlich nach Kategorien filtern kann.


Tricount

Tricount

Eine weitere sehr gute Alternative zu Splitwise ist die digitale Reisekasse Tricount. Neben den Funktionen, die bereits von Splitwise bekannt sind, bietet Tricount als einzige Reisekosten-App bereits in der kostenlosen Version die Möglichkeit Fotos zu machen und diese den Ausgaben hinzuzufügen. Außerdem bietet Tricount kostenfrei coole Filterfunktionen, die bei den anderen Gruppenausgaben-Apps erst kostenpflichtig freigeschaltet werden müssen. So kann man hier mit nur einem Klick nach seinen persönlichen Ausgaben filtern oder die Ausgaben nach Datum, Kategorie oder Gruppenmitglied sortieren.

Darüber hinaus kann Tricount plattformübergreifend genutzt werden. Das heißt, dass man nicht zwangsläufig auf die App angewiesen ist – Tricount ist auch über die Webseite im Browser abrufbar. Für alle Leute, die einen großen Screen ihrem Smartphone vorziehen ist dies ein einmaliger Vorteil, den Tricount bietet.

Die Reisekosten-App Tricount ist kostenlos und es lassen sich unendlich viele Gruppen erstellen. Die Premiumversion kostet 1,89€ pro Gruppe. Hierfür erhält man absolute Werbefreiheit und kann unter anderem die Ausgaben und Abrechnungen per PDF exportieren.

Titelbild by Felix Rostig on Unsplash

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