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Geld in Südafrika: Preise, Zahlungsmittel, Geld abheben, kostenlose Aktivitäten

Du möchtest gerne eine Reise nach Südafrika unternehmen, aber hast noch viele Fragen zum Thema Geld und Finanzen in Südafrika. In diesem Artikel erkläre ich dir, was ich auf meiner Rundreise durch dieses atemberaubend schöne Land gelernt habe. Wie hebt man sicher Bargeld ab? Was ist beim Trinkgeld zu beachten? Und wie viel kostet eine Reise nach Südafrika?


Währung in Südafrika

Die Währung in Südafrika heißt Rand. Sie hat in etwa einen Wechselkurs von 1 zu 16, das heißt ein Euro entspricht 16 Rand. Der Kurs schwankt natürlich von Zeit zu Zeit. In den letzten fünf Jahren stand der niedrigste Kurs bei 14,05 ZAR (Rand) und der höchste bei 20,79 ZAR. Je nach Reisezeitraum bekommst du also etwas mehr oder etwas weniger Geld für deine Euros.

Auf den Geldscheinen des Südafrikanischen Rand sind die „Big Five“, also die fünf legendären Wildtiere des Landes, abgebildet. Die 10-Rand-Banknote zeigt ein Nashorn, 20-Rand einen Elefanten, die 50-Rand-Note ziert ein Löwe, auf dem 100-Rand-Geldschein sieht man einen Büffel und auf dem wertvollsten Geldschein über 200 Rand prangt der Leopard. Auf der Vorderseite des Südafrikanischen Rand befindet sich jeweils ein Portrait von Nelson Mandela.


Gängige Zahlungsmittel in Südafrika

In Südafrika gibt es zwei sehr gängige Zahlungsmittel. Zum einen Bargeld, zum anderen Kreditkarten.

Kreditkarte

Im Gegensatz zu Deutschland ist hier aber tatsächlich von Kreditkarten und nicht von den in Deutschland weit verbreiteten EC-Karten die Rede. Deine normale Sparkassen-Girokonto-Karte (Maestro-Karte) wird dich in Südafrika nicht sonderlich weit bringen. Du kannst hiermit zwar Geld am Automaten abheben (mit saftigen Gebühren) aber die meisten Restaurants und einige Nationalparks nehmen ausschließlich Kreditkarten (Mastercard, VISA, American Express, …) zum bargeldlosen Bezahlen an. Als ich im Winter 2019 in Südafrika war sind wir kurz vor der Einfahrt zum Nationalpark Kap der Guten Hoffnung in einen riesigen Stau geraten, weil eines der Autos das Eintrittsgeld nicht zahlen konnte: die (deutschen) Touristen hatten nicht genug Bargeld dabei und nur eine EC-Karte. Damit konnten sie das Eintrittsgeld aber nicht zahlen. Besorge dir also vor deinem Südafrika-Trip eine gute Kreditkarte.

Bargeld

Mit einer guten Reisekreditkarte kannst du in Südafrika alle größeren Geldbeträge überweisen. Ganz ohne Bargeld wirst du aber in Südafrika nicht auskommen. Denn in Südafrika ist das Trinkgeldgeben ein starker Teil der Kultur. In Restaurants und Bars ist es üblich 10% Trinkgeld zu geben. Dies kannst du direkt auf der Gesamtrechnung eintragen und dann werden die zusätzlichen 10% auch bei Kartenzahlung direkt mit abgebucht. Aber auch an Tankstellen oder beim Parken ist es üblich den Park- und Tankboys ein bisschen Geld für ihren Service zu geben. Und das geht nur in Cash. Eine gute Summe, die du dort geben kannst, sind 10 Rand. Diese R10-Scheine hast du allerdings relativ selten im Portemonnaie, da es halt echt nur Kleingeld ist. Ich habe während meiner Rundreise durch Südafrika daher alle 10-Rand-Scheine gesammelt und im Handschuhfach des Mietautos aufbewahrt. So bin ich nie in die Verlegenheit gekommen kein Trinkgeld parat zu haben.

Auch die Maut auf den Autobahnen zahlst du in der Regel mit Bargeld und nicht per Kreditkarte.


Load Shedding

Eine weitere Gelegenheit, bei der du in Südafrika lieber etwas Bargeld mit dir führst, ist beim sogenannten Load Shedding. In Südafrika sind die Stromnetze derart marode, dass nicht das ganze Land immer mit Strom versorgt werden kann. Um eine Überlastung des Stromnetzes und somit unkontrollierte Stromausfälle zu vermeiden, wird seit einigen Jahren gezielt und nach öffentlichem Stundenplan der Strom in einigen Gebieten abgeschaltet. So weiß der strom-lose Teil des Landes wann es mit dem Stromausfall rechnen kann und kann sich darauf einstellen, und der restliche Teil des Landes kann stabil weiter Strom beziehen. Für deine Reisefinanzen bedeutet das Load Shedding: du möchtest nicht im Restaurant sitzen und deine Rechnung nicht bezahlen können, weil das Kartenlesegerät gerade seinen Geist aufgegeben hat. Die meisten Hotels informieren dich bei deinem Check-In ob in der Gegend demnächst Load Shedding ansteht, so kannst du dich darauf einstellen.


Sicherheit beim Geld abheben in Südafrika

Die meisten Geldautomaten in Südafrika sind mit einem Abhebelimit versehen. Das Tageslimit liegt in der Regel zwischen 2.000 und 6.000 Rand. Das entspricht zwischen 100 bis 350 Euro.

Die Geldautomaten sind auf English eingestellt und versuchen dich immer ins Dynamic Currency Conversion (DCC) zu stoßen. Was das ist und wie du vermeidest, dass dir dadurch Zusatzkosten entstehen, liest du hier.

Geldautomaten findest du in Südafrika häufig und musst in der Regel nicht lange danach suchen. Insgesamt habe ich das Geldabheben als sicheren Akt empfunden. Allerdings würde ich auch immer die Standard-Sicherheitsregeln eines normalen Reisenden beachten. Das heißt: Geld nicht nachts abheben, nicht mit viel Bargeld gut sichtbar rumlaufen, Portemonnaie lieber in den Innentaschen und am Körper tragen, und Geld am besten in geschlossenen Räumen abheben, also im Hotel, Flughafen oder im Einkaufszentrum.


Preise

In Südafrika kann man irre preiswert reisen. Man kann sich aber auch etwas Luxus gönnen und liegt damit immer noch unter den deutschen Preisen. Oder man bucht die private Safari-Lodge mit eigenem Whirlpool und bezahlt ein Vermögen. Tatsächlich ist für jedes Budget und für jeden Anspruch etwas dabei.

Zimmerpreise für ein Doppelzimmer

Mir ist es auf Reisen wichtig, dass ich ein sauberes Doppelzimmer in einer guten Lage habe. Außerdem wollte ich in Südafrika unbedingt in jedem Zimmer einen Balkon haben, um den Tag gemütlich unter dem traumhaft schönen Sternenhimmel ausklingen zu lassen. Mit diesen Anforderungen haben wir im Schnitt 50€ pro Übernachtung bezahlt. Damit lagen wir in Südafrika etwa im mittleren Preissegment. Du kannst auch für viel weniger Geld sehr gute Unterkünfte finden.

Essen und Trinken

Essen in Südafrika ist preiswert und qualitativ hochwertig. Ein Frühstück mit Eiern, Müsli und Kaffee kostet um die 5€. Ein Abendessen in einem gut bewerteten Restaurant in einer Touristengegend kostet rund 13€. Wenn du Geld beim Essen sparen möchtest, dann kannst du ein Abendessen auch an etwas unbekannteren Orten für 5-7€ bekommen. Ein Bier kostet 2€ und ein Glas Wein schlägt sich mit rund 5€ auf der Rechnung nieder.

Mein persönliches Restaurant-Highlight in Südafrika war übrigens das Salinas in Wilderness. Falls es dich auf deiner Südafrika-Tour dorthin verschlägt, probiere es unbedingt aus!

Kosten für den Transport

Die bevorzugte Reiseart in Südafrika ist eine Rundreise per Mietwagen. Das liegt auch daran, dass Mietautos unglaublich billig sind. Wir haben für 16 Tage 420€ gezahlt inklusive aller Versicherungen. Wenn man auf Spielerein wie Unterbodenschutz verzichtet, dann bekommt man ein Mietauto auch locker für 300€ für zwei Wochen. Parken kostet pro Tag 1€ und Maut pro Mautstelle ca. 3€.

Kosten für Aktivitäten

Wie viel du für Aktivitäten ausgibst, liegt natürlich vor allem daran, was du auf deiner Reise so erleben willst. Ich gehe gerne wandern und wollte mir unbedingt viele Nationalparks angucken. Insgesamt war ich in 7 Nationalparks und habe dafür 112€ ausgegeben. Manche sind sehr teuer, wie das Kap der Guten Hoffnung, andere sind sehr preiswert, wie das Robberg Nature Reserve.

Insgesamt zahlt man für coole Aktivitäten aber deutlich weniger Geld als in Deutschland. Eine Musical-Aufführung in Kapstadt kostet zum Beispiel nur rund 25€ pro Ticket – da zahlt man in Deutschland gut und gerne 80€.


Was kann man in Südafrika kostenlos machen?

Südafrika begeistert vor allem durch eins: seine atemberaubende Natur! Wenn du also gerne wanderst und dich in der Natur aufhältst, dann bietet dir Südafrika eine Menge kostenlose und wunderschöne Aktivitäten an.

Du kannst zum Beispiel in Kapstadt völlig kostenlos den Lions Head besteigen, eine aufregende und fesselnde Halbtages-Tour. Auch den Tafelberg, eines der sieben Naturweltwunder, kannst du kostenlos zu Fuß erklimmen. Er ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Du musst nur etwas bezahlen, wenn du die Seilbahn nach oben oder nach unten nehmen möchtest.

Abstieg vom Tafelberg

Der Hermanus Cliff Path ist auch einer der viel zitierten Wanderwege Südafrikas, der kostenlos begangen werden kann.

In Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas, kannst du kostenlos beobachten, wie zwei Weltmeere aufeinandertreffen. Außerdem kannst du den zweitältesten Leuchtturm Südafrikas bewundern und abends am Meer sitzend ihn auch noch in Betrieb erleben.

Südlichster Punkt Afrikas in Cap Agulhas

Überall in Südafrika kannst du völlig umsonst abends in den atemberaubenden Sternenhimmel gucken, und mit etwas Glück abseits der belebten Gegenden sogar die Milchstraße sehen.

Ebenso kostenlos kannst du die Knysna Heads besichtigen, durch die Innenstädte flanieren, und dir in Kapstadt die populäre Victoria & Alfred Waterfront anschauen. Oder magst du vielleicht Märkte und Streetart? Im kapstädter Stadtteil Woodstock gibt es einen urbanen Wochenmarkt mit Street Food aus der ganzen Welt und Streetart in jedem Winkel. Schlendern und Entdecken ist umsonst.

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