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Effektiv Sparen dank kostenlosem Haushaltsbuch

Die guten Vorsätze sind gefasst und dein Ziel für 2021 hast du fest vor Augen: Nächstes Jahr willst du endlich die große Reise machen, von der du schon so lange träumst! Das Problem: deine Finanzen sind ein Chaos und du hast keine Ahnung woran du sparen kannst. Ehrlich gesagt hast du nicht einmal Ahnung wie viel Geld du konkret im Monat für welche Sachen ausgibst.


Verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen

Damit du überhaupt mit dem effektiven Sparen anfangen kannst, hilft nur eins: Du musst dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffen! Erst wenn du weißt, was der Ausgangspunkt für deine finanzielle Reise ist, kannst du erkennen wie lang die Reise dauern wird und was du dafür einpacken musst. Der einfachste Weg, um dir einen Überblick zu verschaffen ist das gute alte Haushaltsbuch.


Schreibe zunächst all deine Ausgaben auf

Am Anfang erscheint dir das Führen eines Haushaltsbuchs vielleicht ein bisschen nervig und du kommst dir vor wie beim Kalorienzählen: 95 Cent für Kaugummis, 1,63€ beim Bäcker, 5,96€ in der Kantine… Aber genau wie beim Abnehmen gilt: Wenn du dir erstmal darüber bewusst wirst wie viel du konsumierst, dann wird dir auch ganz schnell klar warum du ständig pleite bist. Im ersten Schritt musst du auch gar nichts an deinen Ausgaben ändern – es reicht all deine Ausgaben einfach nur aufzuschreiben. Selbst dabei wirst du schon merken, dass du viel bewusster über deine Kaufentscheidungen nachdenkst.


Das richtige Haushaltsbuch-Tool

Auf welche Art du deine Ausgaben aufschreibst, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Ob per Collegeblock, Bulletjournal, Excel Liste oder App: Hauptsache es funktioniert für dich. Achte aber darauf, dass du deine Kosten in Kategorien einteilst! Nur so kannst du langfristig Muster in deinem Kaufverhalten erkennen und die größten (und unnötigsten) Geldfresser ausmerzen.

Ich persönlich schreibe mir immer direkt nach dem Einkauf auf, was ich gerade ausgegeben habe. Entsprechend brauche ich ein Haushaltsbuch-Tool, dass ich immer mit mir mitführe. Für mich kommt daher nur eine App in Frage (mehr zu den besten Haushaltsbuch-Apps findest du in diesem Artikel ). Wenn du eher der Typ bist, der Quittungen erstmal sammelt und dann einmal im Monat Kassensturz macht, dann ist vielleicht eine Excel-Liste genau das richtige für dich. Gute und kostenlose Vorlagen hierfür findest du zum Beispiel bei Finanzfluss (sehr modern und inklusive Video-Tutorial), bei elterngeld.de (one-pager für den schnellen Überblick) oder bei familienbilanz.de (etwas angestaubtes Design, aber sehr intuitiv und übersichtlich gestaltet).


Sparpotentiale identifizieren

Nachdem du ein oder zwei Monate lang sorgfältig Haushaltsbuch geführt hast, wertest du deine Ausgabe-Kategorien aus. Wofür gibst du am meisten Geld aus? Überschreitet deine Miete mehr als 40% deiner gesamten Einnahmen? Bist du schockiert wie viel Geld du für Süßigkeiten ausgibst? War dir klar wie hoch deine monatliche Stromrechnung ist? Da du deine Finanzen nun schwarz auf weiß vor dir liegen hast, wird es dir leicht fallen deine ganz persönlichen Sparpotentiale zu identifizieren.

Hier ist es wichtig, dass du schonungslos ehrlich zu dir bist. Frage dich bei jeder Kategorie ob und wie viel Geld du hier sparen kannst. Das kann manchmal ganz schön hässlich sein, denn vielleicht musst du dir eingestehen, dass du noch nicht der Mensch bist, der du eigentlich gerne wärst: Die Mahngebühren der Bib stapeln sich auf 10 Euro pro Monat? Ganz ehrlich, keins der Bücher brauchtest du wirklich sooo dringend. Du bist einfach nur faul. Das Fitnessstudio sieht zwar jeden Monat dein Geld, aber du selbst warst seit 6 Monaten nicht mehr da? Ganz ehrlich, wenn du wirklich fit werden wollen würdest, dann wärst du regelmäßig dort. Es liegt sicherlich nicht an der fehlenden Zeit oder das nur jetzt gerade dieses andere Projekt wichtiger ist. Stell dich auf die Probe: Wenn du innerhalb der nächsten 2 Wochen wieder zum Sport gehst, dann behalte deine Mitgliedschaft. Ansonsten gesteh dir ein, dass du halt nicht der Fitness-Typ bist.

Überlege dir auf diese Weise an welchen Positionen du am einfachsten und ohne große Einschränkungen Geld sparen kannst. Versuche insgesamt jeden Monat 10-20% deines Einkommens zur Seite zu legen. Am effektivsten ist es, wenn du Sparpotential bei deinen Fixkosten identifizierst. Eine einmalige Veränderung führt hier zu monatlich wiederkehrender Ersparnis. Allerdings ist es auch etwas aufwendiger die Fixkosten zu senken. Du musst überlegen, ob ein Umzug in eine kleinere und günstigere Wohnung für dich in Frage kommt. Oder du musst recherchieren, ob es günstigere und trotzdem seriöse Stromtarife gibt, in die du wechseln kannst. Du kannst auch prüfen, ob deine alten Versicherungen noch zeitgemäß sind, oder ob es nicht bereits günstigere Tarife gibt, die mehr Leistungen abdecken. Nimm dir einen Punkt nach dem nächsten vor und recherchiere zum Beispiel auf Vergleichsplattformen wie Check24 oder Verivox. Dort erhältst du schnell einen Überblick und kannst davon ausgehend intensivere Nachforschungen anstellen.


Sparrate automatisieren

Nachdem du deine Sparpotentiale entdeckt und deine Ausgaben gesenkt hast, musst du noch einen letzten Schritt machen, damit dein Spar-Erfolg auch langfristig anhält. Du musst deine Sparrate automatisieren. Was heißt das? Richte einen Dauerauftrag ein, der automatisch jeden Monat deine Sparrate auf ein separates Konto überweist. Am besten geht das mit dem 2-Konten-Modell, das ich in diesem Artikel beschrieben habe. Durch die Automatisierung verhinderst du, dass sich nach deiner anfänglichen Spar-Motivation, nach und nach die schlechten Kauf-Gewohnheiten doch wieder einschleichen.


Pro Tipp

Wenn du eh schon deine Finanzen ordnest, dann erstelle dir doch gleich eine Liste mit all deinen Verträgen: Welche Vertäge hast du? Wie viel kosten sie? Bis wann laufen sie noch? Mit einer solchen Liste behältst du den Überblick und kannst ohne Aufwand jedes Jahr prüfen, ob du noch offene Rechnungen bezahlen musst und welche Kündigungsfristen einzuhalten sind.

Mehr Tipps für eine gelungene Vertragsverwaltung findest du in meinem Artikel: Raus aus dem Vertragschaos.

Titelbild by NORTHFOLK on Unsplash

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