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Diese Haushaltsbuch Apps helfen dir beim Sparen

Haushaltsbuch Apps gibt es wie Sand am Meer. Einige sind kostenlos, viele enthüllen ihren vollen Funktionsumfang erst nach einem kostenpflichtigen Premiumupdate. Ich habe in diesem Artikel meine persönlichen Top-3 der besten Haushaltsbuch-Apps für dich zusammengestellt.

Bei der Bewertung habe ich vor allem auf folgende Kriterien geachtet:

  • Kosten
  • Design
  • intuitive Bedienung
  • Personalisierbarkeit
  • Möglichkeit Budgets einzustellen
  • Strukturiertheit und Verständlichkeit der Auswertungen
  • Möglichkeit wiederkehrende Ausgaben einzustellen

Und dies sind meine persönlichen App-Favoriten:


Finfluence

Norbert D. Frank

Die App Finfluence trifft mit ihrem Design die perfekte Balance zwischen Verspieltheit und Seriosität. Es lassen sich hübsche Icons und individuelle Farben in der Kategorienanpassung einstellen. Gleichzeitig sind Ein- und Ausgabefelder, sowie die Menüführung sehr minimalistisch angelegt. Eine tolle Kombination, die der App eine klare Struktur verleiht.

Außergewöhnlich ist bei Finfluence auch, dass die Haushaltsbuch App vollkommen werbe- und kostenfrei ist. Alle Funktionen, auch die Features aus der Premiumversion, werden vom Entwickler Norbert D. Frank kostenlos zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die Daten bei Finfluence zu 100% lokal abgespeichert. Du musst also keine Angst haben, dass Drittanbieter deine Finanzdaten abgreifen – weder durch Werbung noch auf Grund durchlässiger Datenübertragung.

Auch die Tutorials und Hilfefunktionen suchen bei Finfluence ihresgleichen. Praktisch jede Frage wurde bereits beantwortet und jedes Element der App wird verständlich und kurzweilig erklärt. Dafür gibt es einen eigenen Menüpunkt „Anleitungen“ und bei jeder Funktion innerhalb der App ein integriertes Fragezeichen, dass die passende Hilfeseite aufruft.

Da Finfluence wie gesagt kostenlos ist, kannst du problemlos unendlich viele Konten und Kategorien erstellen. Auch Budgets und wiederkehrende Ausgaben kannst du bequem verwalten.

Der einzige Nachteil der App liegt für mich in der zu komplexen Struktur der Auswertungen. Für meine Bedürfnisse sind die Statistiken zu verschachtelt zu finden und zu kompliziert zu bedienen. Je nachdem welche Auswertung ich mir angucken möchte, muss ich mich erst einmal durch drei Unterpunkte des Menüs navigieren. Auch die Auswahl des Analysezeitraums mithilfe eines Schiebereglers erweist sich bei einem kleinen Handydisplay als durchaus schwierig und wenig präzise. Ich persönlich würde mir hier eine schnellere und einfachere Widget-Lösung wünschen. Für Leute, die sich ihre Ausgaben und Statistiken gerne sehr detailliert angucken möchten, ist diese Vielschichtigkeit aber sicherlich ein Vorteil. So ausführliche Auswertungen wie bei Finfluence findet man in kaum einer anderen App.


Wallet

Budgetbakers

Deutlich bunter und mit einem riesigem Funktionsumfang wartet Wallet von Budgetbakers auf. In der kostenlosen Basis-Variante stehen dir 2 manuell angelegte Konten zur Verfügung, deren Ausgaben du in 11 verschiedene Kategorien einteilen kannst. Leider sind die Kategorien nicht individuell anpassbar, allerdings bilden sie die wichtigsten Finanzsegmente ab, sodass man vernünftig damit arbeiten kann.

Wirklich interessant an Wallet ist aber, dass es neben den klassischen Haushaltsbuchfunktionen (Einnahmen und Ausgaben eintragen) auch noch eine Fülle an weiteren nützlichen Finanzfunktionen enthält. Du kannst hier zum Beispiel deine Kundenkarten einscannen und anschließend im Laden die Kundenrabatte per Smartphone kassieren. Vorbei also ist die Zeit der Zettel- und Kärtchenwirtschaft im Portemonnaie. Auch Garantien lassen sich bequem in Wallet hinterlegen. Ebenso gut ist es möglich Einkaufslisten zu erstellen und du kannst deine Finanzdaten sogar bequem mit Freunden, Partnern oder Wohngenossen teilen.

Die beeindruckendste Funktion von Wallet ist allerdings, dass du deine Bankkonten direkt in die Finanzplanungs-App einbinden lassen kannst. Dazu benötigst du allerdings die Premium-Variante. Diese kostet pro Jahr rund 20 Euro und als einmalige lebenslange Nutzungslizenz stolze 60 Euro. Dafür musst du dann nicht mehr selbst berechnen, wie viel Geld noch auf welchem deiner Konten liegt. Durch eine automatisierte Synchronisation mit deiner Bank, kannst du mit Wallet an einem zentralen Ort alle deine Konten und Geldbewegungen verwalten.

Obwohl die Kosten natürlich recht hoch sind, wirst du keine App finden, die einen vergleichbaren Produktumfang hat und weniger Geld kostet. Die Entwicklung der Schnittstellenanbindung von sensiblen Finanzdaten erfordert viel Fachwissen sowie eine Menge Zeit und Geld. Für jede App, die eine automatisierte Synchronisation anbietet, belaufen sich die Abokosten auf ca. 20 Euro pro Jahr. Zusätzlich erhältst du bei Wallet eben noch die oben bereits erwähnten Gadgets wie Einkaufslisten und Kundenkarten.

Wenn dir die Einbindung deiner Konten nicht wichtig ist, dann würde ich dir auf Grund der hohen Kosten von Wallet eher abraten. Außerdem solltest du dich vorher informieren, ob es von Seiten deiner Bank überhaupt erlaubt ist, dass du deine Kontodaten einem Drittanbieter zur Verfügung stellst. Ansonsten könnte es im Zweifelsfall passieren, dass bei einem Karten- oder Kontendiebstahl die Bank dir kein Geld erstattet, da du mit der Weitergabe deiner Daten eine große Sicherheitslücke geöffnet hast.


1Money

PixelRush

Die App von PixelRush hat mich vor allem mit seinem modernen und hervorragend strukturiertem Design überzeugt. Die wichtigsten Funktionen finden sich in der fixierten Fußleiste, sodass man nicht erst das Menü öffnen muss, um sich durch die Unterpunkte zu navigieren. Die Gestensteuerung (Swipen, Doppelklick, lange Berührung) und intuitive Shortcuts machen 1Money extrem benutzerfreundlich. Alle Funktionen sind von jedem Punkt der App aus wahnsinnig schnell verfügbar. Da ich meine Einkäufe immer direkt nach dem Bezahlen eintrage, ist die Schnelligkeit mit der 1Money funktioniert für mich ein entscheidender Pluspunkt.

Darüber hinaus gefällt mir ausgesprochen gut, dass jede Kategorie individuell gestaltbar ist. Auch voreingestellte und alte Kategorien lassen sich problemlos löschen und anpassen. Die Farbpalette ist umfangreich und es werden sogar harmonisierende Farbtöne und Farbabstufungen angeboten. Außerdem lassen sich auch Subkategorien zu jeder Kategorie hinzufügen. So kannst du beispielsweise deine Kategorie Lebensmittel noch in Süßigkeiten und Obst unterteilen, und so im Blick behalten wie viel Geld in mehr oder weniger gewünschte Gewohnheiten fließt.

1Money unterteilt deine Finanzen außerdem in einen Bereich für laufende Kosten und einen anderen Bereich für Erspartes und Vermögen. In deiner Tages- und Monatsansicht wird der Vermögensanteil nicht in das zur Verfügung stehende Monatsbudget eingerechnet. So kommst du nicht in Versuchung dein Erspartes für laufende Kosumkosten auszugeben. Um diesen Effekt zu verstärken, kannst du in der Haushaltsbuch App sogar deine persönlichen Sparziele anlegen. Da du mit 1Money problemlos Geld innerhalb deiner Konten umbuchen kannst, siehst du jeden Monat wie sich der Balken deiner Zielerreichung mit jedem überwiesenem Euro füllt. Ich finde das irre motivierend!

Der einzige Nachteil bei 1Money ist für mich, dass du die Premiumversion der App kaufen musst, um den vollständigen Funktionsumfang freizuschalten. Dafür zahlst du 14 Euro für eine lebenslange Nutzungslizenz oder 1 Euro für ein Monatsabo. In der kostenlosen Version kannst du nur wenige Kategorien erstellen und nur zwei Konten anlegen.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Blogparade zum Thema „Meine Lieblings-Apps“ vom Hardware-Blog. Schaut dort mal vorbei und holt euch Inspiration zu weiteren tollen Apps!

Photo by William Iven on Unsplash

  1. Hallo Rebekka,

    vielen lieben Dank für die Teilnahme an unserer Blogparade! Das ist ein super guter Artikel! Die Finfluence-App finde ich sehr interessant, muss ich selbst mal ausprobieren. Man findet heute ja kaum noch kostenlose Apps, die werbefrei sind und keine Nutzerdaten abgreifen.

    Ich finde Deinen Blog hervorragend gemacht. Vor allem das Thema ist wirklich pfiffig. Der nächste Urlaub kommt bestimmt und dann kann ich Deine Tipps zurate ziehen 🙂

    Viele Grüße aus München

    Armin

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